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Geschichtlicher Hintergrund der Colon-Hydro-Therapie (CHT)


Einläufe zur Unterstützung bei akuten und chronischen Gesundheitsstörungen finden sich in allen Kulturen. Die ältesten Zeugnisse gehen auf 1650 vor Chr. zurück. Wir finden heute in den alten Schriften der Chinesen, Ägyptern und Indern Überlieferungen dieser Heilanwendung.

Die seit Anfang der 80er Jahre in USA und Deutschland eingesetzten Colon-Hydro-Therapie-Geräte gehen entwicklungsgeschichtlich auf einfache mechanische Geräte zurück, die um 1900 in Wien und in Italien entwickelt wurden. Brosch, Aufschnaiter, Olpp et al sind die Entwickler der damaligen Geräte.

Am Ende dieser Entwicklung stand das subaquale Darmbad, das bis Mitte der 50iger Jahre in Deutschland in fast allen Universitätskliniken und in vielen Sanatorien eingesetzt wurde.

Die moderne Colon-Hydro-Therapie ist die apparativ unterstützte Reinigung des Dickdarms mit reinem Wasser.


Beispiele aus der Geschichte:

Klistier

Ein eindrucksvolles Dokument ist das Blasrohrklistier in der hier gezeigten Abbildung






Badewanne
1912
entwickelte Privatdozent und K. u. K. Stabsarzt Anton Brosch, Prosektor am Militärleichenhof in Wien, den Enterocleaner, in dem er Irrigationen durchführte. Es handelte sich hierbei um eine Einlaufvor-richtung, mit der Darmspülungen in einer Badewanne durchgeführt werden konnten.

Deshalb bekam diese Einrichtung den Namen "Subaquales Darmbad".



Sudabad
1922
erlernte der Tropenmediziner Prof. Gottlieb Olpp die Anwendung des Enterocleaners bei A. Brosch und verbesserte die Apparatur mit seinen beiden Mitarbeitern Baumann und Huppenbauer. Die Verbesserungen betrafen vor allen Dingen die hygienischen Eigenschaften der Apparatur.

Olpp nannte seine Apparatur subaquales Darmbad (Sudabad).





Studabad
Ende der 1920er Jahre
brachte eine Pforzheimer Firma das Stuhl-Darm-Bad (Stu-Da-Bad) heraus, ein sogenanntes Trockendarmbad.

Dieses Trockendarmbad, das von A. v. Borosini entwickelte Gymnacolon, und das Wiener Modell Colonlaxa, sind die ersten tatsächlichen Vorläufer der heutigen Colon-Hydro-Geräte






142 in staatlichen und städtischen Krankenhäusern
80 in Privatkliniken
54 in Standortlazaretten
42 an Universitätskliniken
24 in Sanatorien
19 in Knappschaftskrankenhäusern
31 bei Privatärzten
Therapeut Anzahl Darmspülungen
Anton Brosch 50.000
Karl Lobenwein 41.689
Oskar Väth 25.000
Gottfried Olpp 10.000
August Mayer 6.000
Erich Junghans 5.000
Gesamt: 137.000

Autor: Dr. Norbert Scholz
erschienen in: "Naturheilverfahren" Loseblattausgabe, Springer Berlin


Die moderne Colon-Hydro-Therapie ist ein apparativ unterstützter Dauereinlauf mit Überwachung von Temperatur und intraluminalem Dickdarmdruck in einem geschlossen System. Einmalschlauchmaterial für Zu- und Ablauf ist hygienische Voraussetzung dieser Therapie.

Leider erscheinen in der gängigen Literatur immer wieder Artikel über Gefahren oder gar Todesfälle mit der Colon-Hydro-Therapie. Meiner Recherche nach sind in den USA Mitte der 1970er Jahre 2-3 Fälle aufgetreten. Dort hatte ein Heiler sein Colongerät aus einem Brunnen bedient. Die Patienten starben an nicht regelgerechter Durchführung bzw. Infektionen.

In Deutschland ist nichts derartiges aufgetreten. Bei einer ordnungsgemäßen Durchführung dieser Therapie kann unter Ausschluss der Kontraindikationen mit Benutzung des Einmalmaterials und eines vorschriftsmäßig angebrachten und gewarteten Gerätes mit Freiem Auslauf weder ein zu hoher Druck, noch können Verletzungen oder Infektionen entstehen.

Ute Kastenholz Heilpraktikerin

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